Gegenüber-Aphorismen

Jedem das Sein.
Alles ist nur dann so, wie ich glaube, dass es ist,
wenn auch andere glauben, daß es so ist,
wie ich meine, daß es sei.
Eine echte Annäherung ist nur möglich, wenn man sich beständig und gegenseitig für nicht austauschbar ansieht und zugleich auch so miteinander umgeht.
Fass mich, aber lass mich.
Lass mich, aber verlass mich nicht.
Verlass mich, aber hass mich nicht.
Das zu Ehrende ist immer gegenüber.
Liebe deine Feinde,
um dich frei zu fühlen von den Unterschieden.
Bekämpfe deine Freunde,
um dich frei zu fühlen von den Gemeinsamkeiten.
Wer mit sich zu Frieden ist, der gerät nicht mit sich in Widerstreit und daher auch nicht mit seinem Außen.
Gib mir dich, dann nehm ich dich.
Man beginne bei sich und ende beim Nächsten, denn nur über ihn kommt man zu sich und erfasst erst dann das Ganze.
Wer dich liebt, der hat dich, denn lieb hat er dich.
Ich will dich (lieb) haben.
Gegenseitige Liebe lebt davon, dass man sie gegenseitig ausübt.
Kurz davor kommt immer jemand dahinter.
Beschäme deine Gegner, indem Du meidest, was sie am meisten fürchten.
Zu zweit sich weniger entzwein als zu zweit mehr als nur zu zweit zu sein.
Das HEUTE falsch gelebt macht jedes GESTERN zu einem Grämen über unerfüllte Erwartungen und jedes MORGEN zu einem maßlosen Anspruch auf Glück, welches man sich dabei ständig selbst versagt in der Gegenwart.

Das HEUTE recht gelebt erfüllt die Erinnerung an jedes GESTERN mit glücklichen Gedanken und die Sicht auf das MORGEN mit der bedenkenlosen Stimmung freudiger Erwartung.
Nur wer ansprechbar ist, dem begegnet Ansprechendes.
Jage nicht deinem Feind nach - baue ihm Brücken.
Wer danach trachtet, die Lacher auf seiner Seite zu haben, der bringt damit sich selbst ins Abseits und kann daher niemals Zentrum einer Sache oder Gruppe sein.
Das Geheimnis der Nähe ist der Abstand dazwischen.
Das Geheimnis einer gemeinsamen Welt ist die Kunst, wie man mit dem nicht Gemeinsamen umgeht.
Wer sich Geltung verschafft, ohne diese aus sich zu haben, den möge man mittels eines für ihn zu bahnenden Weges sein Standortbewusstsein zurück zu seinem Standort geleiten.
Das Recht der Stärkeren ist das grösste Unrecht - aus der Sicht der schwachen Mehrheit.
Nur durch Abstand bleibt Freunden und Partnern Raum für Zuneigung und Liebe.
Ausgeglichen wird man dann, wenn man alles andere so wichtig nimmt wie sich selbst - und umgekehrt.
Erwarte von anderen nicht mehr, als Du zu geben bereit bist.
Jede Tat und jeder Gedanke ruft Infragestellung und Erwiderung hervor, damit sich Urheber wie auch sein Tun und Denken daran finden und stärken möge. Daher sind dem Klugen Feinde mehr von Nutzen als dem Dummen selbst die besten Freunde.
Ergötze dich, aber vergöttere nichts.
Wer sonst keine Stärken hat, der ruft sich eine Art beständiger Stärke herbei, indem er sich immer wieder in Zwänge bringt, die er danach unter großen Opfern zu bezwingen sucht, um neue Zwänge zugleich um so größer neu entstehen zu lassen. Und so bleibt er seiner opfernden Wehr, die er in diesem sinnlosen Treiben für seine Stärke hält, stets und immer getreu.
Lasse jeden, wer er ist,
dann kannst Du werden,
der Du sein willst.
Sag mir, mit wem Du umgehst
und ich sage Dir, wer Du sein wirst.
Je mehr man sich mit seinem Gegenüber auseinandersetzt, desto größer wird der Abstand zu ihm.
Wer Liebe nicht ständig sich entstehen läßt, dem schwindet sie in einem fort.
Die größte Schönheit und Erfüllung des Seins ist das Zusammenfinden in Liebe.
Die Liebe ist die eine Kraft, aus der alles wird und aus der alles besteht.
Die Kraft zu lieben ist unsere größte.
Wessen Liebe nicht grenzenlos ist, der liebt nicht wirklich. Ein Solcher hegt nur die Hoffnung, er möge über seine Grenzen hinweg ein Mehr an dem erhalten, was selbst er gibt.
Die Trennung war einvernehmlich, denn zuvor hatte man sich einander zu wenig vernommen, nachdem man sich im anderen hatte vertan.
Menschen, die nicht zu befriedigen sind, könnte man anbieten, sie für immer zu befrieden.
Verrat ist nur im Trauen möglich.
In deiner Welt Wäregewesen ist ein Hättegetan vielleicht ein wenig mehr als ein Hättetunkönnen, jedoch grenzt sie an die meine nur im Gebiet Lassgutsein, wo keine Wege gehen nach außerhalb.
Lass mich erstmal zu mir kommen, dann komme ich auch zu Dir.
Verändern will man immer nur die Anderen.
Wer sich für andere schämt, dem fehlt jedes Schamgefühl.
Die Kraft der Widerstände ist nicht dazu da, um sich dagegen aufzulehnen, sondern viel mehr, um sich daran zu einem neuen Ort zu hangeln.
Wer Recht bekommt, macht sich zugleich am anderen schuldig.
In deiner Welt Wäregewesen ist ein Hättegetan vielleicht ein wenig mehr als ein Hättetunkönnen, jedoch grenzt sie an die meine nur im Gebiet Lassgutsein, wo keine Wege gehen nach außerhalb.
Die Kraft der Widerstände ist nicht dazu da, um sich dagegen aufzulehnen, sondern viel mehr, um sich daran zu einem neuen Ort zu hangeln.
Wer Recht bekommt, macht sich zugleich am anderen schuldig.
Lange Fühler sollte das Fühlen haben, dann könnt' man mehr Gefühle wagen.
Wer fremd geht, wird fremd mit sich selbst.
Wer mir widerspricht, dem sprech' ich wieder.
Frauen: Erst träumt man von ihnen, dann will man mit ihnen schlafen.
Das Leben ist ein einziger Kreuzweg von Begegnungen.
So nah ich dir bin, so nah will ich sein mit dir.
Indem sich Paare rechtzeitig ihre schlechten Seiten zeigen, können die beiden ein gegenseitiges Erleiden eines beiderseitig zeitweisen falschen Scheinens überwiegend guter Seiten vermeiden.
Wer in der Leute Mund ist, der kann in Frieden nicht sein.
Wer es gut meint, meint es nur gut mit sich.



Ralf Rabemann

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Erste Aphorismen (d.h. die älteren...)
Zitate

texte/aphorismen/gegenueber.txt · Zuletzt geändert: 2010/02/05 14:01 von rabemann
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