Aphoristische Behauptungen

Behauptungen sollten besser durch grössere Köpfe erfolgen.
Was die Wahl betrifft, hat man sie zu treffen.
Dem Glücklichen sind Sorgen das Haben der anderen.
Keiner weiß alles und alle wissen nichts.
Wer will, der kann.
Wer kann, der soll.
Wer soll, der will nicht.
Da ist das Paradies, wo sich der Mensch zur Freiheit wagt, wo er einen eigen Zugang zur Schönheit hat und wo er nach dem Guten aller strebt.

Da ist die Hölle, wo der Mensch sich unfrei fühlt, wo er anderen das Schöne neidet und wo er nur zu seinem eigenen Nutzen wirkt.
Das Leben ist ein uns zeitweilig anhaftender Vorgang mit der >abschliesenden Erkenntnis, daß die scheinbare Welt letztlich die >wirkliche ist und die wirklich erscheinend nur.
Das Gute muß man wollen,
das Schöne muß man können
das Freie muß man dürfen.
Wenn dem Seienden weniger Aufmerksamkeit gedeiht als seiner Verwendung, Abbildung und Nachbildung, dann werden Verwendung, Abbildung und Nachbildung das Seiende verdrängen und vollständig ersetzen.
Gott belohnt die, die guten Mutes sind.
So wie man sich anzieht, so zieht man andere an.
Für jedes Problem gibt es eine Lösung und für jede Lösung gibt es ein Problem
Nichts wird leidenschaftlicher verfochten als der Irrtum.
Wenn sich jeder gegen das verwehrte, was beworben wird - wie schnell würde gesunden die Welt!
Wenn etwas plötzlich einen Sinn ergibt, so liegt es öfter am Nehmen als am Geben.
So erbauend Worte auch sind - für deren Bedachtwerdung hat ein jeder selbst Sorge zu tragen.
Bestimmend sollte nur Stimmiges sein - nur dies führt zum Wohlklang.
Stille stillt die Seele.
Es gibt keine Unschuld, es gibt nur Reinlichkeit,
es gibt keine Schuld, es gibt nur Trübung,
es gibt keine Sünde, es gibt nur Wege,
es gibt keine Vollendung, es gibt nur ein Ganzes.
Ein wenig ragt die Zukunft in die Gegenwart hinein - genau da kann man sie anpacken.
Dasein findet hier statt.
Nicht jeder zur Vernunft gebrachte fühlt sich längere Zeit wohl bei ihr.
Ich bin mir nicht sicher, ob die Jugend unserer Kultur mit einem Bewußtsein ohne Sein aufwächst oder mit einem Sein ohne Bewußtsein - ahne jedoch, daß in dieser Richtung etwas nicht ganz stimmig sein könnte.
Es gibt keine schlechten Witze: Zum einen ist ein erzählter Witz dem Erzählenden immer das Beste und Höchste an Witzigkeit. Zum anderen ist einem Zuhörer entweder der Witz zum Lachen oder aber der, welcher diesen erzählt.
Wir leben in einer Zeit….. da war sie schon vergangen.
In jeder Frau verbirgt sich etwas wundervoll Liebevolles - da bleibt es auch.
In jedem Mann verbirgt sich etwas Heldenhaftes - da bleibt es auch.
Bezweifelt werden führt zum Verzweifeln - bezweifeln auch.
Wer aufhört zu werden, der hat auch kein Sein und wer aufhört zu sein, der wird es nicht mehr.
Wer meint zu sein, der ist es nicht und hat vertan, zu werden.
Je mehr man von allem weiß, desto weniger weiß man vom Ganzen.
Sage mir, mit was Du nicht umgehen kannst, und ich sage Dir, wer Du bist.
Von der Dummheit geht keine allzu große Gefahr aus, denn stets begrenzt sie sich selbst, ohne es zu bemerken
Auch gute Minen zum bösen Spiel explodieren zuweilen.
Mit verführerischen kleinen Annehmlichkeiten und scheinbar unumgänglichen Handlungsnotwendigkeiten werden auch noch die wenigen letzten frei Denkenden in die gerade ihnen besonders anerwünschten Ge- und Befangenheiten gelockt.
Unsere Entscheidungen können grundsätzlich von Wollen oder von Nichtwollen begleitet sein.
Was wir tun, das prägt die Zukunft und was wir unterlassen, auch.
Wer darüber klagt, daß er sich aus tiefstem Dunkel nicht zu retten weiß, dem rate man zur Prüfung, ob ihn nicht am Arsch bescheint der Sonne Licht und ob ihm nur gelingt die eigne kleine Wende nicht.
Alles hat nur den Sinn, der ihm gegeben wird.
Je mehr man in etwas hineingeht, um so mehr findet man heraus.
Liebe, Reichtum und Kraft finden ihre volle Entfaltung erst bei ihrer Verausgabung.
Das Können und die Tugend sind zugleich der Lohn für den, welcher beide sich zu eigen macht
In dieser neuen Welt der Kopien verdrängt die tote Vielfachheit die lebendige Vielfalt.
Als einer Gesellschaft Zugehörige gehen die wahren Meister unter.
Das kluge Lassen führt ebenso zum Gewinn wie das kluge Tun.
Wo sich einer Verantwortung selbst erteilt hat, da droht sie ihm zu lahmen.
Alle Mühe in der Jugend
zeigt später sich als Tugend.
Wer mit allem zurecht kommt,
den belohnt das Leben
Wer sich ganz seinen Träumen hingibt, dem werden sie zeugen neue Wirklichkeiten.
Jede wahre Ganzheit kennt alle ihre Einzelheiten.
Das ist der Eltern größte Aufgabe, ihre Kinder vom einfachen Habenwollen zum allseitigen Wohlwollen möglichst weit und sicher dorthin zu geleiten.
Jedes Muß bringt nur Verdruß.
Die meisten finden, daß stets zu Suchen ist.
Diejenigen, welche die größte Freiheit, die meisten Mittel und das weiseste Sehen haben, sind zu beauftragen, das Rechte zu tun, indem die Mittel an die Freien gehen, genau dieses zu tun, welches die Sehenden für richtig bemessen.
Neben den ihrer Beliebigkeit wegen beliebten Künstlern gibt es auch jene, welche ihre fehlende inhaltliche Klarheit hinter einer Auswahl an manischen Konzepten und Handlungen verbergen.
Was lange währt, wird schliesslich verwehrt.
Zuviel Vorsicht und zuviel Nachsicht verderben einem den klaren Blick gleichermassen.
Wer nichts hat und alles läßt, der wird zuletzt Eigner des Ganzen.



Ralf Rabemann

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Erste Aphorismen (d.h. die älteren...)
Zitate

texte/aphorismen/behauptungen.txt · Zuletzt geändert: 2015/12/22 06:20 von rabemann
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