INHALT und Wesen

Das Sehen

Das Wesentliche seines Tuns sieht der Künstler Rabemann weniger in der Ausübung als in der weiteren Aus-Bildung seines Sehens:

„Hier sind zweitrangig sowohl die Gestaltung von Ab-Bildungen, die dem Sichtbarmachen eines Gesehenen dienen wie auch Darstellungen, die der Herstellung eines zu Sehenden dienen.“

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Das Sehen formt das Sehende

Ein so verstandenes Sehen kann nicht stille Projektion bleiben, denn ein so erlebter Vorgang des Sehens erlebt sich selbst als einen sich durch das Sehens sich selbst neu formenden und damit das Sehen selbst erweiternden Vorgang.

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Wort und Bild

Aus dem Verständnis dieses weiteren, anderen Sehens und aus Rabemanns Selbstverständnis als Künstler heraus wird verständlich, daß Rabemann in seiner Kunst (oder Nicht-Kunst) dieser so von ihm empfundenen und erlebten Existenz einer anderen Ebene des Sehens und Erkennens (und damit auch des Erlebens und Lebens) Gestalt zu verleihen sucht. Diese Gestalt vergleicht der Künstler mit dem doppelgesichtigen Janus, zugleich verweist er auf die Wahl seines „Logos“:

„Das stehende, zugleich geflügelte Wesen ist das Bild meines als Künstler erlebten Seins, erlebte Zeit und Lebenswirklichkeit in den Formen zwischen Wort und Bild variabel abzubilden, um als Mensch wie auch als Künstler auf beiden Wegen frei zu bleiben - und zwar nicht frei für den jeweils anderen Weg, sondern jeweils frei in beiden.“

Dieses Thema zieht sich vielfältig durch Rabemanns Kunst - unter anderem zeigt sich diese Dualität ganz elementar zum Beispiel auch darin, als ihm seine ganze Biographie hindurch Wort und Bild als gleichrangige Medien gelten, in welchen er sein Sehen so oder so zum Ausdruck bringt.
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Gegenseitige Durchdringung

Dabei dienen ihm Bild und Sprache jeweils gegenseitig als eine solche zweite Ebene.

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Das benennende Sehen und dessen Spiegelung

Bei seiner künstlerischen Arbeit fügt sich einer beidseitig sich entfaltenden Sinnung 1) beidseitige Benennung 2) hinzu.
So entsteht Werk um Werk das Gesamtwerk, begleitet wie auch unterbrochen durch die mit einem solchen Tun verbundenen Ausstellungen und Begegnungen, die mitunter weitreichender Art sind.



1) Beidseitig insofern, als sich sowohl dem Bildgefüge während dessen Werdung Sinn hinzufügt, als dies auch dem Künstler zuteil wird, dem über sein Sinnen hinaus das Sehen nicht nur auslösendes und wirkendes Element der Wahrnehmung wird, sondern auch statt-findender Vorgang an und in sich.
2) Dies spielt hier auf die Benennung des jeweilig Entstandenen durch Bildtitel an, denn dies wurde insofern beidseitig, als der regelmässigen Benennung der Werke reflektierend Entsprechung gegeben wurde, indem der Künstler sich selbst neu benennend (siehe auch oben zum Thema „Logo“) den Künstlernamem Rabemann annahm.

Und so bildet sich dieses Thema auch stets von Neuem im und am Bild ab, als sich jetzt der (neu angenommenen) Signatur des Künstlers die Benennung (neu entstehender) Werke und damit auch deren Namensgebung spiegelnd hinzufügt.
stuttgart/kuenstler/inhalt/kuenstler_mehr.txt · Zuletzt geändert: 2013/05/27 17:48 von rabemann
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